Stefan hatte grosse Pläne für die Zukunft. Nach dem Abschluss seiner Kochlehre wollte er ins Ausland – reisen und die Welt kennenlernen. Aber es kam anders: «Ich lernte eine Frau kennen und sie wurde schwanger.» Stefan fiel die Entscheidung nicht schwer: «Die Familie geht vor. So blieb ich hier.» Um seine Familie ernähren zu können, arbeitete Stefan auf seinem gelernten Beruf. Als Koch sind die Tage meist sehr lang, dazu kommen die Wochenendeinsätze und allgemein der Stress, der für das Gastgewerbe typisch ist. Um nach den langen Abenden wieder herunterzufahren, begann er zu trinken. Der Alkohol beruhigte ihn, sodass seine Anspannung abfiel und er sich in der kurzen Ruhezeit wieder erholen konnte. Zu Beginn konnte Stefan den Alkoholkonsum noch gut kontrollieren.
Wohnungslos durch die Sucht
Dann kam das zweite Kind. Stefan realisierte, dass sich die Arbeit im Gastgewerbe und Familie nur schwer vereinbaren lassen. Zwar konnte er seine Familie ernähren, aber wirklich für sie da zu sein, war fast unmöglich. Oft schliefen die Kinder bereits, wenn er nach Hause kam. Auch konnte er seine Partnerin nur wenig bei der Kindererziehung und im Alltag unterstützen. Der Verdruss durch die Arbeit führte vermehrt zu Problemen in Stefans Privatleben. Gleichzeitig stiegen sein Alkoholkonsum und der Gehalt der alkoholischen Getränke: «Der Alkohol wurde für mich immer wichtiger, um den Tag und seine Anforderungen zu überstehen.»
Judith Nünlist
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Deborah-Dorothee Liechti
Sich so ins Leben zurück zu kämpfen verdient allergrössten Respekt!
Steiner Philippe
Du hat viel erreicht. Dein grösstes Problem, der Alkohol ist weg. Jetzt nur positiv denken, dann schaffst du das. Das Jahr 2026 wird wieder besser, dann gehts auch beruflich und in der Liebe wieder bergauf…
Katharina Schwaiger
Hallo zusammen, ich bin Alkoholikerin (trocken) 62 jahre alt.
Der wichtigste Satz !!!
Beim aufhören kann dir niemand helfen.
Das ist eine Frage des eigenen Wollens.
Es muss klick machen….es hat bei mir innerhalb 1 min. klick gemacht.
Ich wünsche Dir von ganzen Herzen gute Zeiten! Eine verständnissvolle Frau und eine Festanstellung, für dich passende Kochstelle.
Mirco
Hey Stuffi. Ich bin so stolz auf dich, dass Du es geschafft hast. Ich habe dich jahrelang bei der Arbeit eelebt. Du bust ein feiner Kerl. Ich gönne es dir von Herzen. Freu mich dich mal wiederzusehen. Liebe Grüsse Mirco
Silvia Konrad
Tatkräftig Hoffnung schenken, den Menschen, die ihren aufrechten Gang im Leben, verloren haben, ja das ist der Weg, der diese Organisation Heilsarmee geht und schon sehr lange geht, die positiven Berichte sind immer schön zu lesen bleiben wir die „Others“
und herzlichen Dank an die, die immer vor Ort sind um dies zu realisieren,
frohes und gutes, gesundes neues Jahr
Silvia Konrad
Michael Grbic
gibt mir selbst hoffnung aber die arbeit ohne sucht ist einer den man bewusst machen muss. ich fange an jetzt an und danke für diese geschichte sie motviert mich