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Ausgabe Mai 2026, Heilsarmee-Welt

Heilsarmee-Welt

Beiträge

Compass und unsere Strategie: gemeinsam auf dem Weg

Compass: der globale strategische Rahmen

Vielleicht hast du dich schon gefragt, was es mit Compass auf sich hat.

Hinter diesem Namen steht der globale strategische Rahmen, den der General für die gesamte Heilsarmee gesetzt hat. Er beschreibt die gemeinsame Richtung für die nächsten Jahre — nicht als Ersatz für bestehende Strategien, sondern als internationaler Rahmen, in den sich territoriale und nationale Schwerpunkte bewusst einfügen. Genau das hält das Compass-Dokument auch ausdrücklich fest.

Compass bündelt die globale Ausrichtung in drei Schwerpunktbereichen: Menschen befähigen, die Wirkung der Mission verstärken und ein bleibendes Vermächtnis schaffen. Oder kurz: People, Mission, Legacy.

 

Compass Bild
Compass Bild

Gerade darin liegt die Bedeutung von Compass für uns. Wir sind Teil einer weltweiten Heilsarmee mit einem gemeinsamen Auftrag. Gleichzeitig leben und arbeiten wir in unserem eigenen gesellschaftlichen und strukturellen Kontext. Deshalb übernehmen wir Compass nicht einfach als Überschrift, sondern übersetzen diesen globalen Rahmen bewusst in unsere eigene Strategie und in unsere eigene Sprache.

Diese Übersetzung geschieht bei uns vor allem durch zwei Leitbegriffe: lives transformed und Wir schaffen Raum.

Unsere Vision: lives transformed

lives transformed beschreibt das Ziel. Dieser Satz ist für uns nicht einfach ein Strategieslogan. Er bringt auf den Punkt, woran wir glauben: Gott verändert Leben. Menschen finden durch Glauben, Begegnung, Gemeinschaft und konkrete Hilfe neue Hoffnung, neue Orientierung und neue Perspektiven.

Als Heilsarmee leben wir aus der Überzeugung, dass Veränderung möglich ist. Nicht weil wir Menschen aus eigener Kraft retten könnten, sondern weil Gott handelt. Wo Menschen Jesus Christus begegnen, Annahme erleben und nicht aufgegeben werden, kann Neues wachsen. Dabei meinen wir mit verändertem Leben nicht nur eine innere oder geistliche Erfahrung. Natürlich gehört dazu, dass Menschen Glauben entdecken und im Vertrauen auf Gott wachsen. Aber verändertes Leben zeigt sich auch ganz praktisch: in neuer Stabilität, in versöhnten Beziehungen, in mehr Sicherheit, in wachsender Selbstachtung und in neuer Hoffnung für den Alltag. Genau diese Verbindung von Glaube, Begegnung, Gemeinschaft und konkreter Hilfe entspricht auch eurer eigenen strategischen Übersetzung.

Gerade darum erinnert uns lives transformed auch an unseren Auftrag. Wir sind nicht einfach dazu da, Angebote aufrechtzuerhalten. Wir sind berufen, Menschen so zu dienen, dass Gottes Liebe sichtbar wird und Veränderung möglich wird. Darum gehören Wort und Tat zusammen. Darum gehören Gemeinschaft und Hilfe zusammen. Als Heilsarmee wollen wir eine Gemeinschaft sein, die mit dieser Veränderung rechnet: eine Gemeinschaft, die Menschen nicht auf ihre Vergangenheit festlegt, sondern Hoffnung weitergibt und darauf vertraut, dass Gott auch heute noch Leben verändert.

Unsere Mission: Wir schaffen Raum

Wenn lives transformed das Ziel beschreibt, dann beschreibt Wir schaffen Raum die Haltung, in der wir auf dieses Ziel zugehen wollen. Auch dieser Satz ist mehr als eine freundliche Formulierung. Er beschreibt etwas, das tief zu unserem Auftrag gehört. Wir wollen als Heilsarmee Räume schaffen, in denen Menschen Gott begegnen, Hoffnung finden, Heil oder Wiederherstellung und soziale Hilfe erleben können – in Gemeinschaft und durch konkrete, liebevolle Zuwendung.

Solche Räume sind nicht nur physische Orte. Natürlich können Korps, Gottesdienste oder soziale Institutionen solche Räume sein. Gemeint ist aber mehr: Räume der Annahme, des Zuhörens, des Gebets, des Neuanfangs und der Zugehörigkeit. Räume, in denen Menschen erleben: Ich bin willkommen. Ich werde gesehen. Ich darf hoffen. Ich darf wachsen.

Räume zu schaffen heisst deshalb auch, Hürden abzubauen. Menschen sollen Zugang finden – zu Gemeinschaft, zu Hilfe, zu Hoffnung und letztlich zu Gottes Liebe. Darum sind Verständnis, Gastfreundschaft und Verlässlichkeit so wichtig. Räume entstehen dort, wo Menschen nicht nur eingeladen, sondern wirklich aufgenommen werden. Auch das entspricht eurer strategischen Übersetzung: Zugehörigkeit, Sicherheit, Würde und Perspektive sollen nicht nur gedacht, sondern erfahrbar werden.

Gleichzeitig sind solche Räume nicht richtungslos. Wir schaffen sie, damit Menschen wachsen können: im Vertrauen, in Beziehungen, in neuer Hoffnung, im Glauben und in der Entdeckung ihres Platzes. Als Heilsarmee wollen wir genau solche Gemeinschaften prägen: offen, klar, liebevoll und hoffnungsvoll. Gemeinschaften, in denen nicht nur vom Glauben gesprochen wird, sondern in denen er erfahrbar wird. Gemeinschaften, in denen Hilfe konkret und Hoffnung glaubwürdig ist.

So greifen die verschiedenen Ebenen ineinander: Compass gibt die Richtung vor. lives transformed benennt das Ziel. Wir schaffen Raum beschreibt, wie wir diesen Weg gehen wollen.

In diesem und im nächsten Newsletter möchten wir diese Verbindung Schritt für Schritt vertiefen. Hier geschieht das zunächst im Blick auf unsere beiden Leitbegriffe. Danach wenden wir uns den drei Compass-Schwerpunkten zu – jeweils mit ihren Arbeitsfeldern und mit Blick auf unsere eigene Umsetzung.

Gemeinsam auf dem Weg

So wird sichtbar: Compass ist für uns nicht einfach ein zusätzliches Papier. Er hilft uns, unsere eigene Strategie bewusster in die weltweite Bewegung der Heilsarmee einzuordnen. Und er erinnert uns daran, dass unser Auftrag derselbe bleibt: Menschen mit der Liebe Gottes zu begegnen, Hoffnung weiterzugeben und mitzuerleben, wie Leben verändert werden.

Daniel Imboden, Chefsekretär, im Namen des Territorialleiters  

👉 zur Compass-Webseite der internationalen Heilsarmee

«Dein Reich komme»: Impulse für den Juni

IM JUNI beten wir: Dein Reich komme in uns und in der Welt

Die Gebetsinitiative begleitet uns insbesondere auch in der Vorbereitung zum «meet & celebrate»-Wochenende.

Im untenstehenden Dokument findest du Impulse für den kommenden Monat Juni. 👇

Christine Staïesse, Sekretariat für spirituelle Entwicklung

dein Reich-de-RGB

Nachruf

Ehemaliger Stiftungsrat Matthias Fuhrer verstorben

Mit grossem Bedauern mussten wir die Nachricht entgegennehmen, dass Herr Matthias Fuhrer, Mitglied im Korps Zürich Zentral und langjähriger Stiftungsrat, am 16. April ganz unerwartet im Alter von 63 Jahren heimgerufen wurde.

Matthias Fuhrer war während einigen Jahren Mitglied im Stiftungsrat und bereicherte dieses Gremium nicht nur durch seine fundierten Kenntnisse der Heilsarmee und sein Fachwissen im Bereich Alter und Pflege, sondern auch durch seine humorvolle und zugängliche Persönlichkeit. Wir behalten ihn als einen sympathischen Weggefährten in Erinnerung, der den Auftrag und die Werte der Heilsarmee im Herzen trug.

In Gedanken und Gebeten sind wir mit den Hinterbliebenen und wünschen Kraft und Trost vom Herrn zur Bewältigung dieses Verlusts.

Daniel Imboden, im Namen des Stiftungsrats

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